Kinder- und Jugenddepression

Bub der beim Zugfenster hinausschaut

Kinder- und Jugenddepressionen steigen an

Seit dem Ausbruch der Pandemie sind die Zahlen der psychischen Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen drastisch angestiegen. Der Mangel an sozialen Kontakten ist hierbei die Hauptursache.

Durch die zunehmende soziale Isolation im Lockdown, durch Ausfallen von Kursen oder Vereinsaktivitäten sowie reduziete Möglichkeiten seine Freunde zu Treffen, können Depressionen entstehen. Diese werden vor allem noch weiter durch die Kälte und die Dunkelheit des Winters verstärkt. Die Sorge wegen der Pandemie und die unsichere Zukunft führen bei den Kindern und Jugendlichen zu Angst- und Schlafstörungen, Essstörungen, Drogenkonsum, Selbstverletzungen und Suizidgedanken sowie -versuchen.
 
Während kleine Kinder auf den psychischen Stress mit Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und Ängsten reagieren, ist bei den älteren die Zahl der Essstörung rasant gestiegen. Das Testen in den Schulen ist auch für einige Schüler problematisch.

Depressionen werden von betroffenen Personen unterschiedlich wahrgenommen. Es kann ein Gefühl der inneren Leere entstehen, wie auch eine Überlastung an Empfindungen. Zu Zeiten kommt es zu lethargischen Zuständen, dann wiederum zu aggressiven Ausbrüchen. Das Gefühl nicht mehr Leben zu wollen, so wie der Drang zur Selbstverletzung werden verstärkt und während ein Gefühl der Einsamkeit auftritt, ziehen sich Depressive immer mehr zurück. Viele Menschen entwickeln erst Zeitverzögert Symptome, dann jedoch besteht die Gefahr, dass der Ausbruch schlimmer sein kann.

Wenn eine Depression oder der Verdacht auf eine Depression auftritt, sollte professionelle Hilfe aufgesucht werden, bei Familienberatern, Psychologen und Psychotherapeuten. Diese Begleiter sind wichtig für den Weg aus der Depression und können den Teufelskreis durchbrechen.


Symptome bei Kindern
Anzeichen einer Depression sind bei Kindern bis sechs Jahren eine apathische oder traurige Stimmung, verminderte Gestik und Mimik, Alpträume, Verlust der Freude, starke Gewichtsänderungen.

Symptome bei Schulkindern
Bei Schulkindern bis zum zwölften Lebensjahr sind Symptome Mitteilung von Trauer und Suizidgedanken, schlechtere schulische Leistungen, verminderter oder verstärkter Appetit, starke Ängste und Hoffnungslosigkeit, unbegründete Schuldgefühle, Grübeln und Konzentrationsschwierigkeiten.

Symptome bei Jugendlichen
Bei Jugendlichen bis zum achtzehnten Lebensjahr erkennt man eine Depression an mangelndem Selbstvertrauen, Angst und teilnahmsloses Verhalten, Rückzug aus dem sozialen Umfeld, Konzentrationsschwierigkeiten, Selbstverletzung und Suizidgedanken, Stimmungsschwankungen und antriebsloses Verhalten.

Wenn solche Symptome bei Kindern und Jugendlichen auftreten, ist professionelle Hilfe aufzusuchen.

Rat auf Draht: Tel. 147, www.rataufdraht.at

04.02.2022

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