Projekt Roadkill

feuersalamander

Das Projekt Roadkill erforscht im Straßenverkehr verunfallte Wildtiere mit Unterstützung der Bevölkerung. Jeder kennt das grausige Bild von überfahrenen Tieren. Die meisten verbinden damit Wildunfälle, aber auch viele kleinere Tiere wie Eichhörnchen, Igel, Kröten und Eidechsen werden durch den Straßenverkehr getötet. Ein Forschungsteam an der Universität für Bodenkultur Wien lädt zur Mithilfe bei der Erforschung dieser Tiere ein.

Das Team des Projekts „Roadkill“ (www.roadkill.at) des Instituts für Zoologie der Universität für Bodenkultur in Wien (BOKU), erforscht in Österreich die Hintergründe, die zu überfahrenen Tieren, sogenannten „roadkills“, führen können. Bei dem Projekt handelt es sich um ein „Citizen Science“ – Projekt, das Team der BOKU gemeinsam mit der Bevölkerung wissenschaftliche Fragestellungen beantworten. 

Wer ein im Straßenverkehr verunfalltes Tier in der Region Klosterneuburg entdeckt, kann dies unter www.roadkill.at oder über die App „Roadkill“ (für iOS und Android) melden. Dabei stets die eigenen Sicherheit im Auge behalten. 

Seit Juli erfolgt zusätzlich zum Citizen Science Projekt auf einem ausgewählten Straßenabschnitt in der Region Klosterneuburg erstmals eine regelmäßige Kontrolle auf überfahrene Tiere. 

Das Monitoring dieses Straßenabschnittes wird durch das Amt der Landesregierung - Abteilung Wissenschaft und Forschung - gefördert. Ziel dieses Monitorings ist unter anderem die Ermittlung von „roadkill-Hotspots“, also Straßenabschnitten, bei denen es gehäuft zu Roadkills kommt. Um dieses Ziel zu erreichen, werden weitere Vergleichsstraßen in Niederösterreich regelmäßig kontrolliert. Bereits nach der Hälfte des Monitoringzeitraumes, zeigen sich Unterschiede in der Fundstatistik von verunfallten Wildtieren zwischen den Vergleichsstrecken. Detaillierte Ergebnisse werden erst nach Abschluss des Projektes veröffentlicht.

Das Projekt Roadkill erforscht bereits seit 2014 Vorkommen und Hotspots zu überfahrenen Wildtieren in Österreich. Seit dem Projektstart sind bereits mehr als 20.000 roadkill- Meldungen aus der Bevölkerung eingegangen. Diese Meldungen bilden eine wichtige Ergänzung zu offiziellen Wildunfalldaten und sind darüber hinaus eine wichtige Grundlage für Aktionspläne im Naturschutz. Denn Straßennetze beeinflussen Wildtierpopulationen negativ, insbesondere durch Lebensraumzerschneidung sowie den Straßentod in Folge von Kollisionen mit Fahrzeugen. 

Dies kann vielerorts zu beachtlichen Bestandsrückgängen einzelner Arten führen. Zusätzlich sollen Autofahrer auf querende Wildtiere sensibilisiert und auf die Gefahr aufmerksam gemacht werden.

01.09.2023

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