Von Legenden, Sagen und anderen mystischen Erzählungen in und um Klosterneuburg
Mit viel Freude und Phantasie haben Schüler der Volksschulen Hermannstraße, Kierling und Kritzendorf, der Allgemeinen Sonderschule Klosterneuburg und der Privaten Volksschule Kritzendorf neben einigen anderen Geschichten auch die Sage von der versunkenen Stadt Höflein, die Gründungsgeschichte der Lourdesgrotte in Maria Gugging, und die Erzählung vom Pantoffelhelden von Klosterneuburg in farbenfrohen Bildern und als „Sagen im Schuhkarton“ zum Leben erweckt.
Die großartigen Werke der Kinder sind für die Sonderausstellung „Sagenhaft!“ – Mystische Erzählungen aus Klosterneuburg und Umgebung entstanden, die ab 8. November im Stadtmuseum Klosterneuburg zu sehen ist und bis Ende Mai 2026 läuft.
Auch wenn die berühmte Gründungslegende unserer Stadt in dieser Ausstellung nicht fehlen darf, werden hier vor allem weniger bekannte Geschichten aus und rund um Klosterneuburg vor den Vorhang gebeten. In einer Vorbereitungsphase von mehreren Monaten hat das Stadtmuseum dafür eine umfangreiche Sammlung an Sagen, Legenden und Überlieferungen angelegt. Einige davon gehören mit ihren Feen, Nixen oder spukenden Geistern in das Reich der Märchen. Andere hingegen verknüpfen wundersame Begebenheiten mit historisch belegten Ereignissen. Dazu gehört u. a. eine Reihe an Sagen und Legenden aus der Zeit der Zweiten Türkenbelagerung oder der Besuch Napoleons in Stadt und Stift Klosterneuburg. Bei wieder anderen handelt es sich um wahre Begebenheiten, die über Generationen mündlich oder schriftlich weitergegeben wurden, wie etwa die Gründungsgeschichte der Pfarrkirche in Maria Gugging oder die traurigen Hintergründe zur Entstehung der Kiffe-Gedenksteine in Weidlingbach. Neben den Zeichnungen und „Schachteln“ der jungen Künstler bilden historische Hintergrundinformationen und passende Objekte aus den Sammlungen des Stadtmuseums und des Stadtarchivs einen abwechslungsreichen Rahmen für die Geschichtensammlung.
Mit ihrer Vielfalt an lustigen und traurigen, schaurigen und nachdenklichen, wahren und erfundenen Episoden, mit den dazu ausgewählten Exponaten, den ergänzenden Texten und dank der tollen Arbeiten der Kinder will die Ausstellung insbesondere Familien ein ganz besonderes Museumserlebnis bieten.
Begleitend zu der Sonderausstellung wird im Magda Strebl-Saal die Werkschau „Aus Kinderhand“ präsentiert. In dieser Ausstellung werden hauptsächlich noch nie gezeigte Kinderzeichnungen zu sehen sein, die 2007/08 im Rahmen der Vorbereitungen der Dauerausstellung „Es war einmal …“ – Das Werden der Stadt Klosterneuburg entstanden sind. Damals arbeitete das Stadtmuseum mit den vierten Klassen der VS Anton Brucker Gasse zusammen. Für Ausstellung und Katalog konnte aber nur ein kleiner Teil der Zeichnungen verwendet werden. Nun werden endlich auch die übrigen Arbeiten in einer Ausstellung – diese läuft bis Ende März 2026 – der Öffentlichkeit präsentiert.
Öffnungszeiten:
Samstag,14:00 bis 18:00 Uhr, Sonn- und Feiertag 10:00 bis 18:00 Uhr
www.klosterneuburg.at/Kultur/Stadtmuseum
Fotogalerie von der Sonderausstellung