Sirenensignale

Mit mehr als 8.000 Sirenen österreichweit kann die Bevölkerung im Katastrophenfall gewarnt und alarmiert werden. Um sie mit diesen Signalen vertraut zu machen und gleichzeitig die Funktion und Reichweite der Sirenen zu testen, wird einmal jährlich von der Bundeswarnzentrale im Bundesministerium für Inneres mit den Ämtern der Landesregierungen der österreichweite Zivilschutz-Probealarm durchgeführt.

Weitere Informationen:

10_sirenensignale.pdf herunterladen (0.1 MB)

Link zum Zivilschutzverband

Im Krisenfall


Probealarm im Oktober

An jedem ersten Samstag im Oktober heulen die Sirenen in ganz Niederösterreich länger als sonst – die Zivilschutzsignale Warnung – Alarm – Entwarnung. Im Ernstfall wird die Bevölkerung so etwa bei Hochwasser, Chemieunfall o. ä. gewarnt. Deshalb ist es wichtig, dass jeder Einzelne Vorsorgemaßnahmen trifft, Vorräte zu Hause hat und ein persönliches Sicherheitskonzept für sich und die Familie erstellt. Die Experten des NÖZSV und der Zivilschutzbeauftragte der Gemeinde helfen gern dabei.

Zivilschutzalarm gibt es immer öfter

Wer sich denkt: „Zivilschutzalarm? Der kommt doch sowieso nie vor“ irrt. Dieser Alarm wurde auch heuer für etliche Gemeinden ausgelöst. Grund dafür waren meistens Bedrohungen durch Unwetter, Hochwasser oder Muren. Oft ist es bei der „Warnung“ geblieben. Immer wieder musste aber auch wirklich „Alarm“ gegeben werden. Für die Betroffenen hieß es dann zum Beispiel: „Suchen Sie höher gelegene Räume auf, meiden Sie Keller, Garagen“. Ein ähnliches Szenario kann es auch bei uns schnell einmal geben.

Vorbereitung heißt Selbstschutz

Weil die Wahrscheinlichkeit, dass uns ein Unfall im Alltag, Naturkatastrophen und technische Katastrophen betreffen, in unserer technisierten Gesellschaft immer mehr ansteigt, gewinnt der „Selbstschutz“ in unserem Alltagsleben immer mehr an Bedeutung. Doch was bedeutet „Selbstschutz“? Mit diesem Begriff ist grob die Überbrückung der Zeitspanne vom Eintritt einer Notsituation bis zum Eintreffen und Wirksamwerden einer organisierten Hilfe gemeint. In „Amtsdeutsch“ handelt es sich dabei um das persönliche Verhalten in von außen kommenden Notsituationen, die Selbsthilfefähigkeit des Einzelnen, sich auf Krisen, Katastrophen, Unglücksfälle oder den Verteidigungsfall vorzubereiten. Oder kurz gesagt: sich auf mögliche Katastrophen so vorbereiten, dass man im Krisenfall einige Zeit ohne fremde Hilfe auskommt.

Warndienste über Handy / Smartphone - AT-Alert

In Österreich startete mit 9. September 2024 die Testphase für das neue Bevölkerungswarnsystem, den sogenannten AT-Alert. Der AT-Alert ist österreichweit geplant. Im besten Fall erhalten alle in Betrieb befindlichen Mobiltelefone die Testwarnungen in Form einer Textnachricht mit akustisch auffälligem Signal. Auf der Website „AT-alert.at“ des BM f. Inneres sind bereits FAQ veröffentlicht. In Kürze soll das System von den Netzbetreibern „scharf“ geschaltet werden. Aktuell besteht seitens der Bundesländer (Katastrophenschutzbehörden) Konsens, AT Alert im Bedarfsfall bei Ereignissen, die eine Zivilschutzwarnung bzw. einen Zivilschutzalarm erfordern, auch schon in der Testphase auszulösen.

Für den Empfang von Meldungen über AT-Alert ist keine Anmeldung oder kein Download einer App erforderlich. Sie erhalten Meldungen automatisch, wenn Sie sich mit einem empfangstauglichen Gerät in einem bewarnten Gebiet befinden. Bitte informieren Sie sich, ob Ihr Mobiltelefon für AT-Alert geeignet ist und überprüfen Sie die Einstellungen auf Ihrem Endgerät, um AT-Alert-Meldungen zu empfangen.


Wer den Haushalt rechtzeitig krisensicher macht, braucht bei Zivilschutzalarm nicht in Panik geraten. Es wird empfohlen:

Lebensmittelreserven für mindestens zwei Wochen anlegen, dabei nicht nur mit den üblichen Grundnahrungsmittel oder Lebensmittel in Dosen, sondern auch Langzeitlebensmittel, die bis zu 25 Jahre halten. Für sauberes Trinkwasser vorsorgen, zum Beispiel durch entsprechende chemische Tabletten oder durch Filter, die im Camping- oder Outdoor-Fachhandel erhältlich sind. Notgepäck bereitstellen, zum Beispiel einen gefüllten Rucksack mit Erste-Hilfe-Material, Rundfunkgerät mit Kurbel, Kopien von Dokumenten, Verpflegung für mindestens zwei Tage, Feuerzeug, Outdoorbekleidung. Vorsorge für einen Energieausfall durch Campingkocher und batteriebetriebene Informationsmittel treffen.



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